Olympus OM-D E-M1 Ersteindruck

Micro Four Thirds Spitzenmodell von Olympus – Neue MFT / M43 Kamera – Erster Praxiseindruck

Olympus OM-D E-M1, Olympus 12-50

 

Ich hatte Gelegenheit mir die neue Kamera und das 2.8 / 12-40 mm von Olympus anzugucken. Hier mein erster Eindruck.

Positives

  • Die Kamera fühlt sich sehr hochwertig an. Das Gehäuse und alle Schalter, Hebel und Rädchen machen einen soliden Eindruck, nichts wirkt wie billiges Plastik.
  • Die Einstellräder sind leicht erreichbar und der Griff liegt gut in der Hand – für mich deutlich besser als bei der E-M5. Auch der Hochformatgriff funktioniert gut.
  • Geschützt gegen Spritzwasser, Staub und Kälte.
  • Sehr guter EVF mit hoher Vergrößerung – vielleicht der bisher beste.
  • Schneller Autofokus.
  • Angenehme Farben und guter Weißabgleich.
  • Schwenkbares Display. Zwar nicht ganz so flexibel wie die frei drehbare Lösung von Panasonic aber für mich praktischer, weil das Display bei Aufnahmen auf Hüfthöhe oder Überkopf nicht seitlich neben der Kamera hängt.
  • ISO-Automatik kann auch im Modus M eingeschaltet werden.
  • Die Kamera kann so konfiguriert werden, dass das Bild direkt nach der Aufnahme nicht nur angezeigt wird, sondern die Kamera in den Wiedergabemodus wechselt. Hier ist dann auch ein Reinzoomen möglich. Ein simples Tippen auf den Auslöser genügt um die Kamera wieder auf Aufnahme zu schalten.
  • Der Wiedergaben-Zoom fährt nicht mittig ins Bild, sondern zum Schärfe-/AF-Punkt. Das ist besonders praktisch zusammen mit Gesichtserkennung und großer Blende, da sieht man sofort ob die Schärfe auf dem Auge sitzt.
  • Die Gesichtserkennung ist bei der E-M1 sogar als Augenerkennung einstellbar: linkes Auge / rechtes Auge / nächstgelegenes Auge – das ist gut für Portraits, wenn es sauber funktioniert. Hier sind noch ausgiebige Tests notwendig.
  • Die beiden Einstellräder sind mit zwei Modi belegt, welche mit einem kleinen Hebel um die AEL-Taste umgeschaltet werden. Dadurch hat man schnellen Zugriff nicht nur auf Zeit und Blende (bzw. Blende/Zeit und Belichtungskorrektur) sondern auch auf ISO und Weißabgleich.

Negatives

  • An-/Ausschalter auf der linken Seite benötigt zweite Hand.
  • Während des Speicherns eines Fotos kann man nicht in den Wiedergabemodus wechseln. Je nach Geschwindigkeit der Speicherkarte kann es deshalb zu kurzen Wartezeiten kommen. Dies kennt man von manchen Kompaktkameras, sollte in dieser Preisklasse aber nicht vorkommen.
  • Das Menü merkt sich nicht die letzte Position wenn man es verlässt. Beim Ausprobieren einiger Einstellungen ist das sehr stören.

Olympus Zuiko Digital ED pro 2.8 / 12-40 mm

Das neue Objektiv konnte ich ebenfalls kurz testen. Es ist eine schöne Ergänzung zur E-M1, macht den gleichen hochwertigen Eindruck und ist ebenfalls spritzwassergeschützt. Die Bildqualität sollte sehr gut sein und der Brennweitenbereich ist zusammen mit der Lichtstärke 2.8 sehr praxistauglich – da kann man oftmals mit nur diesem einen Objektiv auskommmen. Einzige Nachteile sind neben dem Preis das höhere Gewicht und Volumen gegenüber den lichtschwächeren Standardzooms. Hier meine Übersicht aller Micro Four Thirds Objektive.

Fazit

Olympus ist auf dem richtigen Weg, die OM-D E-M1 ist eine tolle Kamera und das 2.8 / 12-40 mm eine sehr sinnvolles Objektiv dazu. Wie man an der Liste oben sieht, gibt es nur noch wenige Punkte zu verbessern. Insgesamt eine Kamera, die für die meisten Fotografen mehr als ausreichend ist und einige Zeit braucht, um ihr ganzes Potential zu entdecken.

Weitere Ersteindrücke / Tests

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