Fujifilm X-pro2

Ein wichtiger Schritt für das X-System

Fujifilm-X-pro2

Vier Jahre nachdem Fujifilm mit der X-pro1 das X-System begonnen hat erscheint jetzt 2016 mit der X-pro2 der lang erwartete Nachfolger. Er ist ein wichtiger Schritt in der Weiterführung des Kamerasystems. Die folgenden Punkte sind dabei aus meiner Sicht besonders wichtig.

Video

Die größte Schwäche der bisherigen acht Kameras des X-Systems war die schlechte Qualität der Videos. Diese war in dem verwendeten X-Trans Sensor begründet. Diese Sensoren haben ein spezielles Pixellayout, welches eine höhere Auflösung bietet und Moiré minimiert. Für ein Subsampling beim Video, also dem Auslesen nur einige Pixel funktioniert dieses Layout aber nicht gut. Mit dem neuen Sensor der X-pro2 hat Fujifilm das Problem anscheinend dadurch gelöst, dass Sensor und Prozessor es ermöglichen das komplette Bild 60 mal pro Sekunde auszulesen und dann auf Full-HD zu skalieren. Dieser sogenannte “Full-Sensor-Readout” ist auch bei anderen Herstellern die Grundlage guter Videoqualität. Erste Tests zeigen, dass sich Fujifilm hier nicht mehr verstecken muss.

Auflösung und Rauschverhalten

Neben der besseren Videofähigkeit bietet der neue Sensor 24 MPx also 50% mehr Auflösung als bisher. Fujifilm macht bei dem Wettrüsten um extreme Auflösung nicht mit und blieb vier Jahre bei “nur” 16 MPx, geht aber doch mit dem technischen Fortschritt. In den ersten Tests kann man erkennen, dass sich trotz der höheren Auflösung das Rauschverhalten um ca. eine Blende verbessert hat. Damit legt die X-pro2 bei beiden wichtigen Faktoren nach.

Bekenntnis zu APS-C

Gleichzeitig ist die X-pro2 als neues Topmodell der X-Serie auch ein klares Bekenntnis von Fujifilm zum Sensorformat APS-C. Es gab immer wieder Gerüchte das Format könne sich hin zum Kleinbild ändern, so wie Sony es gemacht hat. Aus meiner Sicht wäre das ein Fehler, denn damit müsste die gesamte Objektivpalette ein zweites Mal entwickelt werden. Außerdem würden die Objektive dann größer und schwerer. Fujifilm zeigt uns mit dem neuen Sensor, dass höhere Auflösung und noch besseres Rauschverhalten auch mit APS-C möglich sind und macht somit die aktuellen Objektive zukunftssicher.

Autofokus

Neben Video war auch der Autofokus ein Thema bei dem Fujifilm mit der Konkurrenz nicht ganz mithalten konnte. Die X-pro2 legt deshalb auch hier deutliche nach. Das neue Autofokussystem hat nicht nur deutlich mehr Fokuspunkte sondern bietet Phasen-Detektion auf den Sensor und ist insgesamt schneller. Die Bedienung wurde ebenfalls verbessert: ein kleiner Joystick erleichtert die Auswahl des Fokuspunktes mit dem Daumen der rechten Hand.

Fujifilm-X-pro2-back

Sonstiges

Auch sonst hat sich einiges getan. So beträgt die Serienbildrate nun maximal 8 Bilder/s bei kontinuierlich nachgeführtem Autofokus. Die kürzest mechanische Verschlusszeit verbessert sich auf 1/8000 s und 1/250 s Blitzsynchronisation. Es gibt ein zweites SD-Kartenfach und ein neues Kameramenü mit „My Menu“-Option, für maximal 16 Funktionen. Der elektronische Sucher erhält die hohe Auflösung von 2,36 MPx die man schon von der X-T1 kennt.

Fazit

Fujifilm hat die zweite Version der X-pro in allen bisherigen Kritikpunkten verbessert. Damit gewinnt das X-System weiter an Attraktivität. Ich bin gespannt wann eine X-T2 dieser Entwicklung folgen wird.

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