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Pentax Optio WP

2005-06-20

Praxistest - Review - Test - Erfahrungen

Pentax Optio WP Drei-Seiten-Ansicht

Die Pentax Optio WP ist eine der wenigen Digitalkameras auf dem Markt, die ohne zusätzliche Gehäuse auch unter Wasser verwendet werden können. In dieser Klasse ist die Pentax Optio WP mit Abstand die kleinste Kamera, sie ist nicht größer als andere, nicht wasserfeste, ultrakompakte Digitalkameras. Konkret sind laut Pentax mit der Optio WP bis zu 30 Minuten Fotografieren in maximal 1,5 m Wassertiefe möglich. Darüber hinaus ist sie gleichzeitig auch gegen Sand und Staub gesichert. Alle anderen technischen Daten sind im wesentlichen klassenüblich (Sensor mit 5 Millionen Pixel, 3x Zoom mit einen Bildwinkelbereich entsprechend 38 - 114 mm bei Kleinbild). Die Kombination von extrem kompaktem Gehäuse, Wasserfestigkeit und aktueller Technik macht die Pentax Optio WP so interessant.

Bereits bei ihrer Vorstellung am 5. Januar 2005 hat mich diese Kamera sehr interessiert. Da meine Nikon D70 sich schlecht auf dem Rennrad mitnehmen lässt, suchte ich eine passende Ergänzung. Also kaufte ich die Pentax Optio WP direkt nach Markteinführung Anfang April 2005 und nahm sie sofort zu einem Praxistest nach Mallorca. Hier durfte die Kamera 10 Tage und 740 km in der Tasche meines Trikots mitfahren und zeigen, was sie in der Praxis alles kann. Da es bisher wenig Informationen über diese faszinierende Kamera gibt, habe ich mich entschlossen, meine Erfahrungen und einige Bilder hier wiederzugeben.

Vorgeschichte

Pentax hatte vor der Optio WP schon einige Erfahrung mit gegen Wasser und Staub geschützten Outdoor-Digitalkameras: Die Modelle Optio 33WR und 43WR waren wasserfest (WR steht für "water resistant", WP für "water proof"), konnten also für kurze Zeit ins Wasser eintauchen und abgewaschen werden, waren aber nicht für den Betrieb unter Wasser gedacht. Die Optio WP geht da einen Schritt weiter, ist gleichzeitig nochmal deutlich kompakter und damit für die Hosentasche geeignet und natürlich mit einem etwas höher auflösenden, aktuellen Sensor ausgestattet (die 33WR hatte 3,3 MPix, die 43WR 4,3 MPix). Die Optio WP ist also bereits die dritte Kamera dieser Art aus dem Hause Pentax und diese Erfahrung merkt man ihr in manchen Punkten durchaus an.

Handling

Gehäuse

Kleine Delle im Gehäuse

Die Optio WP ist erstaunlich klein, durch ihre längliche Form in etwa vergleichbar mit einem nicht zu kleinen Handy. Im Gegensatz zu den meisten anderen kompakten Kameras ist sie nicht eckig, sondern hat abgerundete Kanten. Damit gleitet sie fast von alleine in die Hosentasche einer Jeans und ist eine ideale "Immer-Dabei-Kamera".
In der Hand tragen schmale Griffleisten auf der Vorder- und Rückseite zu einem recht sicheren Halt bei. Trotzdem handelt es sich um eine kleine und leichte Kamera, sie läßt sich also nicht so sicher halten wie ein große mit ausgeformten Handgriff. Es empfiehlt sich daher in kritischen Situationen die Verwendung der mitgelieferten Handschlaufe - diese lässt sich leicht an der großen Öse befestigen. Durch die geraden Gehäuseflächen lässt sich die Optio WP sowohl in einer Hand, als auch mit zwei Händen (links zwischen Daumen und Zeigefinger, damit das Display nicht verdeckt wird) angenehm halten.
Es gibt nur eine Klappe, unter welcher sich USB-Anschluss, SD-Karte und Akku befinden. Diese Klappe ist mittels eine Dichtung gegen Wasser und Staub geschützt und weist eine zusätzliche Verriegelung auf: eine durchdachte Lösung. Lediglich im geöffneten Zustand ist sie durch den langen Hebel vielleicht etwas gefährdet.
Kleine Delle im Gehäuse Von der Stabilität des Gehäuses konnte ich mich unfreiwillig überzeugen, als mir die Kamera (ohne Absicht) aus der Hand geschlagen wurde und aus ca. 1,5 m Höhe mit Schwung auf einem harten Betonboden landete. Die Kamera erlitt an einer Kante eine kleine Delle und funktionierte danach weiterhin ohne Probleme. Gott (oder Pentax?) sei Dank! Nach diesem Erlebnis habe ich dann die Handschlaufe in Benutzung genommen. Das Foto rechts zeigt die kleine Delle im Gehäuse der Kamera nach dem Sturz.

Display

Die Pentax Optio WP besitzt keinen optischen Sucher, man ist für die Bildgestaltung also ganz auf das Display angewiesen. Ich sehe darin keinen Nachteil, da die kleinen Sucher bei Kompaktkameras ohnehin kaum brauchbar sind, weil sie meistens nur einen Ausschnitt von ca. 80% des Bildes zeigen, weiterhin fehlen jegliche Belichtungsinformationen. Das Display der Optio WP ist mit 2 Zoll von üblicher Größe, die Auflösung könnte jedoch etwas höher sein. Dafür wird das Bild sehr rasch erneuert und ruckelt nicht. Bei geringem Licht wird das Bild ausreichend aufgehellt: Wenn im Display nichts mehr zu erkennen ist, dann schafft es auch der Autofokus nicht mehr. In hellem Sonnenlicht kommt das Display an seine Grenzen: Eine Beurteilung der Farben ist dann nicht mehr möglich, die grundlegende Bildkomposition funktioniert allerdings noch und dank des guten Histogramms (siehe unten) hat man auch die Belichtung noch im Griff.

Tasten

Die Tasten der Optio WP besitzen einen deutlichen (sogar leicht hörbaren) Druckpunkt, was eine fehlerfreie Bedienung unterstützt und ein nerviges Piepen als Signalton unnötig macht. Alle Tasten sind mit der rechten Hand zu erreichen, die Bedienung der Kamera mit einer Hand ist also möglich. Der rechte Gehäuserand ist groß genug, sodass man mit der Hand keine der Tasten verdeckt oder aus Versehen drückt (was mir z.B. bei der Panasonic Lumix FX7 passiert ist).
Der Einschalt-Taster ist etwas klein und stark versenkt, was für Menschen mit dicken Fingern ein Problem sein könnte. Die in den Knopf integrierte grüne Power-LED ist hingegen eine sinnvolle Lösung.

Besondere Features

Ich möchte in diesem Abschnitt auf ein paar Eigenschaften der Pentax Optio WP zu sprechen kommen, die mir besonders gefallen haben. Es soll keine komplette Übersicht aller Funktionen der Kamera sein.

Live-Histogramm

Live Histogramm

Ein wirkliches Highlight der Pentax Optio WP ist das Histogramm, welches sowohl live, bei der Aufnahme, als auch bei der Wiedergabe eines Fotos aktiviert werden kann. Es zeigt nicht nur ein übliches Histogramm mit der Helligkeitsverteilung des Bilder an, sondern markiert auch die Spitzlichter und schwarzen Bereiche des Bildes live während der Aufnahme im Display mit rot bzw. gelb blinkenden Bereichen. Das ist meines Wissens einmalig und macht das Erkennen von Belichtungsproblemen unglaublich einfach. In meinen Augen eine perfekte Lösung, die sowohl bei Fehlbelichtung, als auch bei Motiven mit hohem Kontrast eine sehr praxisgerechte Hilfe ist. Das Bild rechts habe ich mit der Nikon D70 vom Display der Pentax abfotografiert. Man sieht deutlich, das Histogramm mit viel dunklen Tönen auf der linken Seite, die Spitzlichter (rot) im eigentlich weißen Lampenschirm und einige schwarze Stellen (gelb) im schwarzen Regal.

Aufnahmepriorität

Die Optio WP ist nach dem Einschalten immer im "Foto-Modus". Um bereits aufgenommene Bilder anzuschauen, genügt ein Druck auf die Wiedergabe-Taste. In den Bildern kann wie gewohnt geblättert werden, ein Anzeigen von Aufnahmedaten und Histogramm ist möglich. Anders als viele Kompaktkameras, bei denen man über ein Modus-Wahlrad zwischen Aufnahme und Wiedergabe umschalten muss, bleibt die Pentax Optio WP dabei die ganze Zeit aufnahmebereit. Ein leichter Druck auf den Auslöser genügt, und schon ist man wieder im Aufnahme-Modus. Das ist eine einfache, schnelle und sinnvolle Methode, die sich nicht ohne Grund in dieser Form auch bei guten digitalen Spiegelreflexkameras findet. Auch meine Nikon D70 bietet dieses Feature, sodass für mich keine Umgewöhnung notwendig war - ein nicht zu unterschätzender Vorteil für eine Zweitkamera.

Konfigurierbarkeit

Sehr gut gefallen hat mir die umfangreiche Konfigurierbarkeit der Optio WP. An erster Stelle ist da die "grüne Taste". Von Werk aus dient sie dazu, den "Grün-Modus" zu aktivieren, eine Art "Oma-Modus", in dem bei der Kamera alles auf Automatik gestellt ist. Viel interessanter ist aber, dass man diese Taste mit bis zu 4 Funktionen belegen kann, welche dann der Reihe nach angewählt werden, wenn man die Taste drückt. Es stehen dafür viele Optionen zur Auswahl, neben Aus und Grün-Modus sind dies: Auflösung, Qualitätsstufe, Weißabgleich, Autofokusfeld, Fokusbegrenzung, Empfindlichkeit (ISO), Belichtungskorrektur, Schärfe, Farbsättigung, Kontrast. Hat man die grüne Taste einmal mit den meist benötigten Einstellungen belegt, so kann man diese ohne Aufruf des Menüs schnell vornehmen, das ist praktisch.
Die Konfigurierbarkeit der Kamera geht noch weiter: Es lässt sich per Menü festlegen, welche Einstellungen beim Ausschalten der Kamera gespeichert werden. Auch dies ist praktisch, da es verschiedene Vorlieben gibt, ob solche Sachen wie Belichtungskorrektur oder Blitzmodus gespeichert werden.
Auch interessant ist die Möglichkeit, den Zoom in der Wiedergabe so einzustellen, das er mit einem Druck sofort auf die maximale, achtfache Vergrößerung springt. Damit läßt sich die Schärfe etwas schneller genau begutachten.

Bildbearbeitung gegen Rote-Augen

Rote-Augen entfernt

Die Pentax Optio WP bietet im Wiedergabe-Modus eine Reihe von Bearbeitungsmöglichkeiten für aufgenommene Bilder. Man kann Bilder drehen, verkleinern, einen Ausschnitt machen, diverse Farbfilter (zum Beispiel Schwarzweiss oder Sepia) anwenden oder auch lächerliche Rahmen hinzufügen. Beeindruckt hat mich aber die Funktion, in einem Bild die roten Augen von angeblitzten Personen zu entfernen. Einfach den Menüpunkt anwählen und aussuchen, ob die Bearbeitung als neue Datei gespeichert werden oder die alte Datei überschrieben werden soll, etwas warten und fertig. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Im Beispielbild recht sieht man einen Ausschnitt einer Augenpartie in 50% Ansicht, einmal vor und einmal nach der Bearbeitung.

Weltzeituhr

Uhr

Die Pentax Optio WP besitzt eine eingebaute Weltzeituhr. Es kann aus einer Reihe von Orten per scrollen auf der Weltkarte ausgewählt werden. Auf Mallorca war kein Ort dabei, ich musste daher Madrid nehmen. Schade nur, dass die Kamera nicht von sich aus weiss, ob es in dem Land eine Sommerzeit gibt, dies muss von Hand angewählt werden. Die Kamera verwaltet eine Reisezeit und eine Heimatzeit, sodass man im Menü schnell zwischen beiden wechseln kann. Eine nette Funktion ist auch, dass die Kamera im ausgeschalteten Zustand kurz eine Uhr (mit Datum) auf dem Display anzeigt, wenn man den Ok-Knopf lange drückt. Für Menschen wie mich, die im Urlaub keine Uhr, aber eine Kamera tragen, ein praktisches Feature.

Sonstige Praxis

Hier werden nun weitere, allgemeine Punkte der Optio WP angesprochen, Dabei kommen auch die nicht ganz so glanzvollen Seiten der Optio WP in den Blickpunkt. Es sind nicht viele, aber die wenigen, die mir aufgefallen sind, sollen natürlich nicht unerwähnt bleiben.

Geschwindigkeit

Pentax gibt die Zeit zum Starten der Kamera mit 0,6 Sekunden an und dies scheint durchaus zu stimmen. Man braucht praktisch nicht zu warten, bis die Optio WP aufnahmebereit ist. Aus Versehen im Wiedergabemodus stehen kann sie dank der Aufnahmepriorität (siehe oben) auch nicht. Das Ausschalten geht ähnlich schnell. Da kein Objektiv ein- bzw. ausfahren muss, kann man die Kamera schon während des Ausschaltens oder sogar angeschaltet in die Tasche stecken. Sie schaltet sich nach einer (natürlich konfigurierbaren) Zeit auch von alleine ab.
Nicht ganz so super sieht es bei der Aufnahme aus. Zwar kann man schnell nach einer Aufnahme eine zweite machen, während die Kamera noch speichert, allerdings sind dabei das Menü und auch die grüne Taste (und damit die Belichtungskorrektur) nicht nutzbar. Das ist ärgerlich, da man somit in manchen Fällen doch die paar Sekunden warten muss, bis das Bild gespeichert ist. Ebenso verhält es sich mit dem Wiedergabemodus, welcher erst dann aktiv wird, wenn gespeichert wurde. Zum Glück ist ein Kontrollieren des gemachten Fotos dank des sehr guten Live-Histogramms nur selten nötig. Dieses Verhalten ist schade und der einzige in meinen Augen wirklich ärgerliche Punkt dieser sonst so guten Kamera.

Autofokus

Der Autofokus der Pentax Optio WP liegt im üblichen Bereich für Kompaktkameras. Ich habe keine Messungen gemacht, schätze die Zeit aber auf etwas unter einer Sekunde. Wenn der Autofokus Erfolg hat, dann stimmt die Schärfe auch, hin und wieder (vor allem bei schwachem Licht) benötigt er aber einen zweiten oder dritten Versuch, bei dem man am Besten auf eine kontraststarke Kante zielt. Für Action-Aufnahmen ist das nichts - da muss dann doch die Spiegelreflex her - für normale Fotografie genügt der AF aber.
Im Sport-Modus schaltet die Kamera den Autofokus in einen Modus, bei dem ein einmal fokussierte Objekt bei halb gedrücktem Auslöser durch das ganze Bild verfolgt wird. Das funktioniert bei ausreichend Licht und einem deutlichen Objekt recht gut. Es erreicht bei schnellen Bewegungen allerdings bald seine Grenzen, zum Beispiel bei vorbeifahrenden Autos.

Nachtaufnahmen

Die Optio WP besitzt einen Modus für Nachtaufnahmen, der Fotos bis 4 Sekunden Belichtungszeit erlaubt. Dieser ist leider auch notwenig, da im normalen Programm-Modus die längste Zeit nur 1/4 s beträgt. Der Nachteil dieses Motiv-Modus ist, dass man viele der Optionen des Programm-Modus verliert, zum Beispiel die manuelle Einstellung des Weißabgleichs. Das ist schade, ein Programm-Modus bis zu 4 s hätte mir besser gefallen.

Panorama-Assistent

Der Panorama-Modus hat eine eingebaute Hilfe, die es erleichtern soll, mehrere Bilder so aufzunehmen, dass sie sich leicht am Computer zu einem Panorama zusammensetzen lassen: Man wählt zu Beginn aus, in welche Richtung (oben, unten, links, rechts) man schwenken möchte. Dann macht man eine erste Aufnahme. Diese sieht man dann im Display am passenden Rand halb transparent eingeblendet. Man kann somit die Kamera leichter ausrichten - eine gute Idee. Allerdings variiert die Belichtung zwischen den Fotos, was nicht gerade optimal ist, hier hätte Pentax weiterdenken können. Ob auch der Weißabgleich variiert, konnte ich bei meinen Tests nicht erkennen.

Makromodus

Der Makromodus der Optio WP war gut brauchbar. (335) Der maximale Maßstab wird allerdings nicht bei vollem Tele erreicht, sondern irgendwo bei 80 mm (umgerechnet auf Kleinbild), leider ist dieser Punkt nicht markiert und muss bei Bedarf immer wieder aufs Neue gesucht werden.

Tonaufnahme

Die Kamera erlaubt es, zu einem Bild einen Tonkommentar aufzunehmen. Eigentlich eine nette Idee, aber das Mikro ist nicht besonders empfindlich und oben auf der Kamera etwas ungeschickt platziert, sodass diese Funktion nicht wirklich Spaß macht, weil die Stimmen nur leise sind und man leicht Windgeräusche bekommt.

Video

Die Video-Funktion der Optio WP ist ähnlich schlecht wie ihr Mikrofon: Sie nimmt Videos nur in Quarter-VGA (320x200) mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Andere Kameras bieten da mit voller VGA-Auflösung deutlich mehr. Ich habe es trotzdem einmal getestet und fand das Ergebnis allein schon durch mein wackeln unbrauchbar: Die Kamera ist einfach zu klein und leicht um sie für eine Video ruhig zu halten. Aber ein Fotoapparat ist kein Videorekorder. Die Kamera wäre für mich keinen Deut schlechter, wenn sie überhaupt keine Videos aufnehmen könnte. Wer Videos machen möchte, sollte sich eine echte Videokamera oder zumindest eine größere Kamera mit Bildstabilisator anschaffen.

Laufzeit

Die Pentax Optio WP besitzt, wie viele andere ultrakompakte Digitalkameras auch, einen kleinen Lithium-Ionen-Akku als Ernergieversorgung. Dieser lädt in unter 2 Stunden typisch angenehm schnell, das Ladegerät zeigt den Zustand mit einer LED an: rot für Laden, grün für voll aufgeladenen Akku - eine saubere Lösung. Ich habe mit einer Akkuladung ca. 150 bis 200 Aufnahmen machen können, wobei der Blitz allerdings wenig benutzt wurde. Das genügte für einen Tag auf dem Rad, der Akku wurde dann Abends im Hotel geladen. Sicherheitshalber hatte ich aber trotzdem einen Ersatzakku dabei. Ohne Markennamen gibt es diese für unter 10 Euro im Versandhandelt / bei ebay.

Bildqualität

Die Bildqualität der Pentax Optio WP ist nach meiner Beurteilung gut (im subjektiven Vergleich mit Sony W1 und Panasonic Lumix FX7 etwas besser als beide). Sie hat einen erstaunlich guten Kontrastumfang und eine gute Bildschärfe. In seltenen Fällen waren bei offener Blende die Bildecken etwas unscharf, abgeblendet bei mehr Licht war dies nie ein Problem. Bei vollem Weitwinkel und offener Blende sichtbare Vignettierung in den Bildecken, sonst keine. Die Farben waren insgesamt gut, zum Teil konnten knackige Farben begeistern. In sehr hellem Licht waren die Farbtöne allerdings teilweise etwas flau und mit einem merklichen Blaustich. Dieser war aber immerhin geringer, als bei den Sony W1 meiner Mitreisenden.
Die Belichtungsmessung funktioniert sicher, nur in wenigen schwierigen Situationen war wegen Überbelichtung zur Vermeidung von Spitzlichtern eine Korrektur von -0,3 oder -0,7 nötig. Dies ist ein typisches Verhalten aller Digitalkameras, auch meine Nikon D70 macht da keine Ausnahme. Das Rauschen ist ab einer Empfindlichkeit von mehr als ISO 100 merklich, aber auf üblichem Niveau für so kompakte Digitalkameras mit 5 Millionen Pixel (1/2,5" Chip). Bei Fotos direkt in die Sonne kommt es zu Linsenflecken, sonst erfreulich selten.

Bildergalerie

Hier eine kleine Galerie mit Bildern von Mallorca. Es sind keine klassischen Testbilder, aber sie zeigen doch recht gut, was die Kamera kann und wo es manchmal hapert und das alles in der Praxis. Die hier gezeigten Bilder sind nur für die Bildschirmdarstellung skaliert und üblich nachgeschärft. Hinter jedem Bild ist die Originaldatei direkt aus der Kamera verlinkt. Alle Bilder wurden allerdings mit einem IPTC-Copyright versehen und wenn nötig gedreht.



Voller Weitwinkel, offene Blende und 1/4s Belichtungszeit, tolle Farben aber sichtbare Vignettierung


Normale Aufnahme mit gutem Ergebnis


Einfaches Draufhalten führte zu Spitzlichtern an dem weißen Turm.


Dank des Histogramms und der Belichtungskorrektur -0,7 war dies schnell zu beheben.


Satte Farben und perfekte Belichtung bei diesem schwierigen Gegenlichtbild.


Erstaunlicher Kontrastumfang bei dieser Aufnahme in der Mittagssonne - allerdings war eine Korrektur -0,7 zur Vermeidung von Spitzlichtern nötig.


Leicht unscharfe Bildecken bei offener Blende (unter einer Wolke).


Abgeblendet keine Probleme (in der Sonne).


Tolle Farben, gute Belichtung


Der Makromodus


Die Sonne zieht einen leichten Streifen, obwohl sie nicht mehr im Bild ist - sah auf dem Display noch viel schlimmer aus, ließe sich also vermeiden.


Linsenflecken bei Fotos direkt in die Sonne


Tolle Farben, gute Belichtung


Maximales Spiel mit der Unschärfe - mehr ist bei so einem kleinen Sensor nicht drin.


Satt blauer Himmel


Knackige Farben

Fazit

Die Pentax Optio WP verfügt über eine sehr praxisgerechte Bedienung und gute Bildqualität. Sie ist klein, hosentaschentauglich, robust, sand-, staub- und wasserdicht. Dies alles macht sie zu einer idealen "Immer-dabei-Kamera". Keine andere Digitalkamera auf dem Markt verbindet diese Features zu so einem gelungenen Paket.
Abstriche muss man bei Tonaufnahmen, Video und Actiontauglichkeit machen. Doch dies sind Funktionen, die in meinen Augen kleine so kleine Digitalkamera wirklich sinnvoll erfüllen kann.
Ich bin begeistert von dieser Kamera und werde mit ihr als Ergänzung zur Nikon D70 sicher noch viel Freude haben.

Technische Daten

Hier zum Abschluss die kompletten, technischen Daten laut Pentax Deutschland.


 TYP
 Kameratyp Digitale Kompaktkamera mit Zoomobjektiv
 OBJEKTIV
 Objektiv

PENTAX smc Motorzoom 6,3 mm - 18,9 mm,
(ca. 38 mm - 114 mm bei 35 mm Film),
11 Elemente in 9 Gruppen (3 asphärische Linsenelemente)

 Zoombereich Optisch: 1x - 3x
Digital:   1x - 4x
 CCD-TECHNIK
 CCD-Technik 1/2,5"-Interline-Transfer-CCD mit Primärfarbfilter
 Bildauflösung

Foto:
5 MP (2560 x 1920)
4 MP (2304 x 1728)
3 MP (2048 x 1536)
2 MP (1600 x 1200)
1024 x 768
640 x 480

Movie:
320 x 240
160 x 120

 Farbtiefe 3 x 10 Bit
 Lichtempfindlichkeit ISO automatisch oder manuell
(50/100/200/400)
 ENTFERNUNGSMESSUNG/MAKRO
 Fokussiersystem

Passives 9-Punkt-TTL-Kontrasterkennungs-Autofokussystem umschaltbar auf Landschaftseinstellung (unendlich), Spot-AF und manuelle Fokussierung.
Automatische Umstellung auf Nachführ-Autofokus im Sport- und Haustier-Modus

 Fokussierbereich bei Autofokus

Normalbereich: 40 cm - unendlich,
Makro: 10 cm - 60 cm

 Fokussierbereich bei manuell

10 cm bis unendlich (auch im Panfocus-Modus)

 BELICHTUNG
 Belichtungsmessung TTL-Mehrfeld-Belichtungsmessung
 Belichtungskorrektur +/-2 LW (1/3LW Stufen)
 Verschluss Programmgesteuerter Zentralverschluss mit CCD-Elektronik-Verschluss-Steuerung
 Verschlusszeiten ca. 1/2000 Sek. bis 4 Sek
 Belichtungssteuerung Programmautomatik, Motivprogramme
 Motivprogramme

Nachtszenen, Landschaft, Blumen, Portrait, Unterwasser, Surf & Schnee, Sport, Haustiere, Kerzenlicht, Soft, Feuerwerk, natürliche Hauttöne, Lebensmittel, Museum

 BLITZ
 Blitz Eingebautes Blitzgerät mit automatischer Zuschaltung bei schlechten Lichtverhältnissen
 Blitzfunktion Blitz manuell zu- und abschaltbar,
Vorblitz zur Reduktion des "Rote-Augen-Effektes", Soft-Blitz-Funktion
 Blitzbereich Weitwinkel: ca. 0,13 m bis ca. 2,5 m (bei 6,3 mm und Auto ISO)
Tele: ca. 0,5 m bis ca. 2 m (bei 18,9 mm und Auto ISO)
 BILDKONTROLLE
 Monitor 2,0"-TFT-Farb-LCD (Low Reflection) mit 85.000 Pixeln, mit 100% Bildfeld
 DATEIFORMATE
 Dateiformate

Foto:
JPEG (Exif 2.2), DCF, DPOF, PRINT Image Matching III

Movie: 
MOV (Quick Motion JPEG)

Sprache:
WAV (PCM), mono

 BILDSPEICHERUNG
 Speicher

Interner Speicher (ca. 10,5 MB)
SD-Speicherkarte

 Speicherkapazität

Foto:

5 MP

3 MP

1 MP

optimal

75

123

433

besser

144

222

780

gut

243

325

975

Movie:

15 B/Sek.

30 B/Sek.

320 x 240 11 Min., 49 Sek. 6 Min., 11 Sek.
160 x 120 43 Min., 20 Sek. 23 Min., 38 Sek.

Ton:

4 Std., 27 Min., 17 Sek.

 

Alle Angaben bei Verwendung einer 256 MB-Speicherkarte

 AUFNAHMEPARAMETER
 Aufnahmearten Einzelbild, Serienaufnahmen (im High-Speed-Mode,1280 x 960 3 B/sek, bis zu 7 Aufnahmen in Folge), Selbstauslöser, Fernauslöser, Panorama-Assistent, Movie, Tonaufnahmen
 Weißabgleich Automatisch, manuelle Einstellung möglich, Tageslicht, Kunstlicht, Bewölkung, Schatten, Leuchtstofflicht (WND)
 Digitalfilter schwarz/weiß, sepia, rot, pink, purpur, blau, grün, gelb, Bildhelligkeit
 VIDEOFUNKTION
 Movie-Funktion

QVGA, 30 oder 15 B/Sek. mit Ton (mono),
Aufnahmezeit nur begrenzt durch Speicherkartenkapazität,
Editierfunktionen: Speichern als Foto, Movie teilen und zusammenfügen

 BESONDERHEITEN
 Besonderheiten Weltzeit für 70 Städte, 28 Zeitzonen,
Uhrenfunktion auf Kameradisplay
 Menüsprache Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Schwedisch, Holländisch, Russisch, Koreanisch, Chinesisch, Japanisch
 ENERGIE
 Energiequelle Wiederaufladbarer Lithium-Ionen-Akku (D-LI8)
oder Netzgerät (optional erhältlich)
 Batterielebensdauer ca. 180 Bilder unter Testbedingungen lt. CIPA-Vorgaben (Verwendung des LCD-Monitors und 50% der Aufnahmen mit Blitz)
 DRUCKFUNKTIONEN
 Druckformate Pict Bridge: Einzelbilddruck, alle Bilder, DPOF Auto Print, Papiergröße, Papiertyp, Druckqualität, Druckerstatus
 MAßE UND GEWICHT
 Abmessung 102 x 51 x 22 mm
 Gewicht 120 g - o. Batterie und Speicherkarte
135 g - betriebsbereit
 ANSCHLÜSSE
 Verbindungen AV (NTSC, PAL), USB, Netzanschluss
 SYSTEMVORAUSSETZUNG
 PC

Windows(R) 98, 98SE, Me, 2000, XP Home Edition/Professional

Pentium(R) III mit mindestens 500 MHz

Arbeitsspeicher mindestens 64 MB RAM (128 MB RAM empfohlen)

mindestens 40 MB freier Festplattenspeicher 

 Macintosh

OS-X(R) 9.2 (Vers. 10.1, 10.2, 10.3 oder neuer)

Mac-Rechner mit mindestens 266 MHz

Arbeitsspeicher mindestens 8 MB

mindestens 8 MB freier Festplattenspeicher 

 ZUBEHÖR
 Lieferumfang

Art. Nr. 39121 Li-Ionen-Batterie D-Li8

Art. Nr. 39551 USB-Kabel

Art. Nr. 39552 AV-Kabel

Art. Nr. 39195 Handschlaufe

Art. Nr. 39122 Batterieladegerät mit Netzkabel

Software ACDsee mit Bilddatenverwaltung, Stitcher, Bildbearbeitung

 Optional erhältlich

Art. Nr. 39143 Netzadapter-Kit

Art. Nr. 39151 Batterielade-Kit

Art. Nr. 50103 Ledertasche

Art. Nr. 50102 Neoprentasche

 Artikel Nr.
   18382